Der gemeinsame Fluchtpunkt dieser Studien ist die deutsche Bildungsrevolution gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Sie betrifft die beiden wichtigsten Kulturtechniken, Lesen und Schreiben. In der Bildungsrevolution verändert sich der elementare, rhetorische, akademische Unterricht, darüber hinaus aber auch Schule, Autorschaft, Öffentlichkeit und sogar die Sozialgliederung der Gesellschaft. Das neue Konzept der Bildung wirkt über die Unterrichtsinstitutionen hinaus, indem es eine außerschulische Praxis scholarisiert, das Selberlernen. Die Unterrichtsverhältnisse ihrerseits werden unter dem staatlichen Zugriff neu strukturiert.

Dabei verschmelzen die lateinischen und die volkssprachlichen Bildungssysteme, die seit dem Mittelalter nebeneinander existierten, in einem umfassenden Bildungsapparat. Zugleich wandelt sich die ständische Öffentlichkeit der gelehrten Republik in ihr modernes Gegenstück, und der gelehrte Stand der Lateinkundigen verschwindet in der Formation der Gebildeten.

 
 
 

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Hanno Schmitt in: Jahrbuch: Das Achtzehnte Jahrhundert und Österreich, 29 (2015), 399ff

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Marcelo Caruso in: Zeitschrift für Pädagogik, Heft 2/2014, 325ff

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Stefan Neuhaus in: Germanistik, Bd. 54 (2013), Heft 1-2, 109 [491]

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Holger Böning in: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, Bd. 15 (2013), 215f

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Carlos Spoerhase in: Geschichte der Germanistik, 43/44 (2013), 157

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Simone Austermann in: H-Soz-u-Kult, 31.05.2013 [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2013-2-156]

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Kaspar Renner in: Zeitschrift für Germanistik, XXIII - 2/2013, 429ff

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Carlos Spoerhase in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. März 2013, Nr. 61, S. 26

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in: DIE Zeitschrift für Erwachenenbildung, 1/2013, 14

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