Die Signatur des Bösen

‚Fausts Leben, Thaten und Höllenfahrt’ von Friedrich Maximilian Klinger


1. Auflage, 2012
144 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6065-8
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Germanistik
Reihe: Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Band: 309
lieferbar: 09.10.2012

Schlagwörter: Totalitarismus, Faust-Stoff, Frühe Neuzeit /Literatur, Klinger, Friedrich Maximilian, Teufel <Motiv>, Diabolisches <Motiv>, Schreibverfahren, Textverfahren, Diabol


In ‚Fausts Leben, Thaten und Höllenfahrt‘ von 1791 entwirft Friedrich Maximilian Klinger ein ästhetisches Programm, das sich dem klassischen Konzept einer „Signatur des Schönen“ ebenso radikal verweigert wie dem Leibniz’schen Optimismus einer Signatur des Göttlichen in der Welt. Die Geschichte des Teufelspakts erhebt das Diabolische zum Gründungsmoment und Fluchtpunkt literarischer Sprache. Ausgehend von einem besonderen Sprachzeichen, dem ‚Diabol‘, entfaltet sich das Böse zum Regulativ eines Textes. Der Teufel als rhetorische Figur setzt eine umfassende „Diabolisierung“ des literarischen Textes in Gang, die in die Ordnungsphantasie eines totalitären Systems mündet.

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Manuel Bauer in: literaturkritik.de, Nr. 7/2013, URL: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=18016