„Die Germanistik hat es nicht immer gegeben, und es wird sie wohl nicht für alle Zeiten geben.“ Angesichts dieser Mahnung des Frankfurter Mediävisten Ulrich Wyss scheint es ratsam, sich auch mit der Geschichte der Germanistik an einem für die Fachgeschichte zentralen Ort wie Heidelberg genauer zu beschäftigen.

Ausgehend von den handelnden Personen werden die Anfänge der Beschäftigung mit deutscher Literatur und Sprache nacherzählt, die schließlich zur Entstehung des neuen Faches geführt haben, das durch Glanz- und Krisenzeiten hindurch in vielfach gewandelter Form bis heute Bestand hat. Von der Einrichtung der ersten Lehrstühle für ältere Literatur und Sprache, später auch für neuere Literatur, bis hin zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und den Forderungen der Studentenbewegung im Zeitalter der Massenuniversität zeichnet der Band ein Bild der germanistischen Themen, Interessen und Ambitionen in der speziellen Heidelberger Atmosphäre des 19. und 20. Jahrhunderts.

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Uwe Meves in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur, Bd. 147, Heft 3 (2018), 405ff

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Julia Scialpi in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, 22 (2018), 269ff

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Mike Rottmann in: Geschichte der Philologien, 51/52 (2017), 183f