Sueton, ‚De poetis‘

Text, Übersetzung und Kommentar zu den erhaltenen Viten nebst begründeten Mutmaßungen zu den verlorenen Kapiteln



Sueton ist heute vornehmlich für seine Biographien der ersten zwölf Kaiser Roms bekannt. Daneben verfasste er aber auch eine Sammlung von Biographien der bedeutendsten römischen Dichter vom Beginn der römischen Literaturgeschichte bis in seine eigene Zeit. Das Werk ‚De poetis‘ ist als Ganzes zwar nicht erhalten, doch es kann durch Exzerpte späterer Autoren recht zuverlässig erschlossen werden, welche Dichter darin behandelt worden sind.

Fünf Biographien, die in Handschriften mit den Werken der behandelten Autoren oder mit Kommentaren dazu übernommen worden sind, lassen sich teils mit größerer, teils mit geringerer Sicherheit als erhaltene Stücke aus Suetons ‚De poetis‘ identifizieren: die Biographien von Terenz, Vergil, Horaz, Lucan und Persius. An die Neuedition, Übersetzung und ausführliche Besprechung dieser erhaltenen Biographien knüpft sich in der vorliegenden Studie der Versuch, den wahrscheinlichen Inhalt der verlorenen Viten zu erschließen.