Urslavische Grammatik / Band 3: Formenlehre


1. Auflage, 1985
344 Seiten

ISBN: 978-3-8253-3367-6
Sortiment: Buch
Ausgabe: Leinen
Fachgebiet: Slavistik
Reihe: Slavica. Sammlung slavischer Lehr- und Handbücher. Neue Folge

Hierarchie:

Schlagwörter: historische Sprachwissenschaft, Sprachgeschichte, Indogermanistik, slavische Sprachen, slawische Sprachen, Urslavisch, Urslawisch


Der ursprüngliche Zweck der vorliegenden Arbeit war eine revidierte Ausgabe der seinerzeit verdienstvollen Darstellung von J. J. MIKKOLA „Urslavische Grammatik“ I (1913). Da jedoch der zeitliche Abstand, der uns von dem Erscheinen dieses Buches trennt, sehr beträchtlich ist, kam der mit dem N Neudruck beauftragte Verfasser bald zu der Einsicht, daß die Überarbeitung und Erweiterung der Mikkola'schen Grammatik recht umfassend sein müßte, wenn sie dem heutigen Stand der Indogermanistik entsprechen sollte.

Die Entdeckung und Entzifferung weiterer indogermanischer Sprachen erlaubt uns, gewisse Verhältnisse im Urslavischen von einem neuen Gesichtspunkt aus zu betrachten. Der rasche Entwicklungsgang der Forschung in der Baltologie während der letzten Dezennien gab dem Verfasser Anlaß, den Vergleich des Slavischen mit den altertümlichen baltischen Schwestersprachen etwas deutlicher hervortreten zu lassen.

Die neuesten Richtungen der Sprachwissenschaft haben unsere Erkenntnisse auf dem Gebiete der Sprachtheorie beträchtlich erweitert und vertieft, doch sind sie noch nicht imstande einen Weg zu weisen, um den Gegensatz zwischen der synchronischen und diachronischen Analyse der Spracherscheinungen methodisch besser zu überwinden. Wenn auf diese Weise das Gesamtbild vom urslavischen Vokalismus im wesentlichen Teil dasselbe geblieben ist, so hat die neueste Forschung in bezug auf das slavische Akzent- und Intonationssystem tatsächlich neue Horizonte eröffnet.

 
 
 

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