Fernrohr und Rhetorik

Strategien der Evidenz von Fontenelle bis La Bruyère


1. Auflage, 2005
273 Seiten

ISBN: 978-3-8253-5053-6
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Romanistik
Reihe: Neues Forum für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Band: 28
lieferbar: 13.06.2005

Schlagwörter: Rhetorik, Wissensvermittlung, Frankreich, Fernrohr, Fachliteratur, Geschichte 1600-1700, Optik, Astronomie, Descartes, René


Die Studie handelt von der Einführung der optischen Instrumente Tele- und Mikroskop in die Ausdrucksmittel der Wissenschaftsprosa des 17. Jahrhunderts. Dabei steht im Vordergrund, dass im Zuge der Etablierung des Fernrohrs in die methodischen Verfahren der Astronomie durch Galilei die Präsentation instrumenteller Beobachtung den traditionellen rhetorischen Formen der Vergegenwärtigung angenähert wird. Im Medienverbund mit den neuen kommunikativen Verfahren des Buchdruckes und hier wirksam werdenden Abbildungstechniken, aber auch in Wechselwirkung mit den sprachlich-rhetorischen Mitteln tragen Fernrohr und Mikroskop zur Durchsetzung eines wissenschaftlichen Diskurses bei, welcher der Naturforschung der Folgezeit ein großes Prestige verleihen wird. Verfolgt wird diese Entwicklung anhand prominenter Autoren der französischen Literaturgeschichte wie Descartes, Fontenelle, Pascal oder La Bruyère.

Bisherige Forschungsschwerpunkte des Autors:
Wissenschaftsgeschichte, franz. Wissenschaftsprosa, 17. Jhd.

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Heinrich Merkl in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, Bd. 244, Jg. 159 (2/2007), 447ff

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Steffen Schneider in: IASL online, http://iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/Schneider3825350533_1475.html