Konzepte der Metamorphose in den Geisteswissenschaften


1. Auflage, 2005
183 Seiten

ISBN: 978-3-8253-5061-1
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Komparatistik
Reihe: Wissenschaft und Kunst, Band: 2
lieferbar: 10.05.2005

Schlagwörter: Mythos, Metamorphose, Künste, Aufsatzsammlung, Morphologie, Begriffsgeschichte


In den Geisteswissenschaften gibt es ungezählte Fragestellungen und ungezählte Ansätze zu ihrer Bearbeitung und Beantwortung. Zu den Fragenkomplexen gehören auch solche, die man zwar stets aus dem Blickwinkel einer Einzelwissenschaft angehen kann - ein nach wie vor unentbehrlicher Vorgang - die jedoch ein Zusammenwirken verschiedener Disziplinen in ein neues Licht rückt und dabei Dimensionen erhellt, die sonst weniger sichtbar bleiben.
In diesem Geist hat sich über zwei Jahre hinweg an der Universität Salzburg eine interdisziplinäre Forschungsgruppe mit dem Phänomen der Metamorphose auseinandergesetzt. Der Band vereinigt die Resultate dieser Bemühungen, an denen Forscherpersönlichkeiten aus der Anglistik, der Klassischen Philologie, Archäologie, Germanistik, Kunstgeschichte, Kultursoziologie, Romanistik, Psychologie und Sprachwissenschaft teilhatten.

Metamorphose wird dabei zunächst als Verwandlungsprozeß gefaßt, wie er in Ovids mythologischer Geschichtensammlung, den Metamorphosen, und in vielen anderen Werken der Weltliteratur dargestellt wird. Darüber hinaus jedoch wird das Augenmerk, ohne den Bezug zum Ursprung aufzugeben, auch auf Verwandlungen im Bereich der Kunst, der Gesellschaft und der menschlichen Psyche gelenkt. Metamorphose erweist sich dabei als ein kultureller Schlüsselbegriff, der weit auseinander liegende Erscheinungen sinnvoll verbinden und wissenschaftliches Neuland eröffnen hilft.

Neue Reihe:
Wissenschaft und Kunst
herausgegeben von Sabine Coelsch-Foisner, Dimiter Daphinoff und Peter Kuon

Die Reihe Wissenschaft und Kunst geht hervor aus einem interdisziplinären Universitätsschwerpunkt gleichen Namens, der im Wintersemester 2003 in Salzburg ins Leben gerufen wurde. Kern dieses Schwerpunkts ist eine verstärkte Kooperation der beiden Salzburger Universitäten, der Paris Lodron-Universität (PLUS) und der Kunst-Universität Mozarteum, vor allem in den Bereichen Ästhetik der Künste, Geschichte der Künste, Pädagogik der Künste sowie Kunst und Gesellschaft. Besonderer Wert wird dabei auf die Förderung gemeinsamer wissenschaftlich-künstlerischer Projekte und daraus entstehender Publikationen gelegt, mit dem Ziel, dass vom Kulturstandort Salzburg, als einem Ort der Kunstproduktion, auch ebenso starke Impulse kulturwissenschaftlicher Reflexion ausgehen mögen.

In diesem Zusammenhang entsteht mit der Reihe Wissenschaft und Kunst nun eine Plattform für eine profunde interdisziplinäre und internationale Diskussion kulturwissenschaftlicher Themen auf einer explizit geisteswissenschaftlichen Basis. Im Rahmen dieser neuen Reihe werden Monographien und Sammelbände, Fragenkomplexe wie Kunst und Kreativität, das Kunstwerk in seinen vielfältigen intermedialen Interaktionen und gesellschaftlichen Bezügen sowie im Hinblick auf seine Aufführungspraxis, auf produktive, rezeptive und perzeptive Prozesse beleuchten. Pro Jahr werden zwei Bände erscheinen; als Sprachen sind deutsch englisch, und französisch vorgesehen.

Die Reihe Wissenschaft und Kunst wird begründet mit zwei Bänden des interdisziplinären Forschungszentrums: Metamorphischer Wandel in den Künsten (IRCM) der Universität Salzburg, das sich zur Aufgabe gemacht hat, im Rahmen des genannten Schwerpunktes Formen des ästhetischen und kulturellen Wandels von einem genuin geistes- bzw. kulturwissenschaftlichen Standpunkt aus zu untersuchen.

Dabei geht der erste Band, Metamorphosen, auf eine interdisziplinäre Tagung zurück, bei der die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Begriff 'Metamorphose' in der Begegnung zwischen Wissenschaftlern, Künstlern und Pädagogen im Mittelpunkt stand.

Im zweiten Band, Konzepte der Metamorphose in den Geisteswissenschaften, geht es darum, den Begriff der Metamorphose unter verschiedenen, zum Teil gegensätzlichen theoretischen und einzelwissenschaftlichen Perspektiven zu beleuchten und für geisteswissenschaftliche Untersuchungen epistemisch fruchtbar zu machen.

So bilden diese ersten beiden Bände den programmatischen Auftakt für die neue Verlagsreihe. Sie zeigen sowohl die Vielzahl an Themen, die sich in der Beschäftigung mit den Erscheinungen kulturellen Wandels auftun, als auch die Fülle von Reflexionsansätzen, die sich aus dem Aufeinandertreffen künstlerischer und wissenschaftlicher Blickwinkel ergeben, und bieten so bereits einen thematischen Ausblick auf die geplanten Folgebände dieser Reihe Wissenschaft und Kunst.

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in: Kunst 5-10, Themenheft "Verwandeln", Nr. 46, 1. Quartal 2017, 33

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Rainer Unruh in: Auskunft, 31. Jg. (2011), Heft 1, 256f

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Monika Schmitz-Emans in: Komparatistik, 2005/2006, 182ff

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Pascal Nicklas in: Poetica, 38. Band 2006 Heft 1-2, 189-196