Der Waldgang des ‚Abenteuerlichen Herzens‘

Zu Ernst Jüngers Ästhetik des Widerstands im Schatten des Hakenkreuzes



Jünger erarbeitet sich zwischen 1933 und 1945 ein poetisches Programm, das vor allem der Selbstvergewisserung und Selbstbehauptung in Zeiten des moralischen Niedergangs, der Tyrannei und des Schreckens dienen soll. Anhand der beiden Fassungen von „Das Abenteuerliche Herz" (1929/1938) wird die Entwicklung und literarische Inszenierung dieser Haltung des intellektuellen Widerstands deutlich gemacht. Dabei wird insbesondere auf die von Jünger entwickelten, spezifischen Formen der ‚verdeckten Schreibweise’ eingegangen, die ein ungeahntes regimekritisches Potential aufweisen. Mit ihnen entlarvt sich der Schriftsteller Ernst Jünger als Idealbild des von ihm entworfenen Typus des ‚Waldgängers’.

„Was sich hinter dem Text verbirgt, das ist im Falle Jüngers oft wichtiger als das, was die Oberfläche preisgibt. Wie weit dieses verdeckte Schreiben geht, ist eine zentrale Frage bei der Interpretation der ‚Marmorklippen‘. Der Wiener Germanist Albert Eibl versucht [...] diese ästhetische Maskierung als zentrale Kategorie des Jüngerschen Werks offenzulegen. [...] ein spannender, hier sorgfältig ausgearbeiteter Ansatz [...].“ (Alexander Pschera in: Jünger-Debatte 2 (2019), 165.

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Thomas Leitner in: Falter, 38/2020 vom 18.9.2020, S. 36, URL: https://www.falter.at/zeitung/20200916/neue-buecher/_5d0be8d490

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Malte Oppemann in: Die Tagespost, Nr. 36, 3. September 2020, S. 24, online: https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/literatur/in-den-hinterzimmern-ist-alles-anders;art4882,211634

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Konstantin Sakkas in: MisterDarcysBlog, online, 29. August 2020

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Günter Scholdt in: Freilich, online 22.8.2020

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Till Kinzel in: Informationsmittel (IFB), 28.3 (2020) [##6964], URL: http://informationsmittel-fuer-bibliotheken.de/showfile.php?id=10405

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Alexander Pschera in: Jünger-Debatte, Bd. 2 (2019), 165 (vorab)